Bundesministerin Karin Prien und die hessischen Staatsminister Stolz und Heinz besuchen neuen Makkabi Campus in Frankfurt

MAKKABI Deutschland stellt Bildungsarbeit gegen Antisemitismus im Sport vor
 
Frankfurt am Main, 05. August 2026 – Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Karin Prien, Diana Stolz, Hessische Staatsministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, sowie Christian Heinz, Hessischer Staatsminister der Justiz und für den Rechtsstaat, haben am gestrigen Dienstagabend den neu eröffneten Makkabi Campus in Frankfurt-Ginnheim besucht.
Bei einem Rundgang über die Anlage kamen die Ministerinnen und der Minister mit verschiedenen Makkabäer in den direkten Austausch. Geführt wurden sie dabei von Alon Meyer, Präsident von Makkabi Frankfurt und MAKKABI Deutschland. Der neue Campus macht sichtbar, wofür Makkabi steht: Hier ist ein Ort der Begegnung entstanden, an dem jüdisches Leben selbstverständlich und offen stattfinden kann und an dem Sport Menschen miteinander verbindet.
Rund 90 Prozent der Mitglieder von Makkabi Frankfurt sind selbst nicht jüdisch. Alle treten mit dem Davidstern auf der Brust an – unabhängig davon, woher sie kommen, welche Religion sie haben oder welche Geschichte sie mitbringen. Entscheidend ist das gemeinsame Bekenntnis zu gegenseitigem Respekt, demokratischen Grundwerten und Fair Play.
„Gerade vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre, die für die jüdische Gemeinschaft weltweit und auch in Deutschland besonders belastend waren, ist der neue Makkabi Campus ein starkes Zeichen lebendigen Judentums. Makkabi ist offen für alle, die unsere Werte teilen. Der Campus steht für den Anspruch, Brücken zu bauen, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Räume zu schaffen, in denen sich Menschen sicher, gesehen und willkommen fühlen können. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir erhalten haben, um diesen wunderbaren Ort zu schaffen. Nun ist es an uns, ihn mit Leben zu füllen“, sagt Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland.
Ein besonderer Fokus des Besuchs lag deshalb auf der Arbeit von Zusammen1. Neben Sportanlagen bietet der Makkabi Campus zugleich Räume für Bildung und Demokratietraining. Bei einem Pädagogischen Training konnten sich die Ministerinnen und der Minister selbst ein Bild davon machen wie Sport und antisemitismuskritische Bildung miteinander verbunden werden können.
MAKKABI Deutschland versteht den Besuch als wichtiges Zeichen der Unterstützung für jüdisches Leben, den organisierten Breitensport und den Kampf gegen Antisemitismus. Der neue Makkabi Campus in Frankfurt ist ein sichtbares Versprechen: Jüdischer Sport in Deutschland ist lebendig, selbstbewusst und offen für die Alle. Unsere Türen sind gesichert – aber offen.
„Die Arbeit von MAKKABI stärkt jüdisches Leben – und die Demokratie in unserem Land. Denn MAKKABI macht jüdisches Leben in Deutschland sichtbar. Mein Ziel ist sicherzustellen, dass Antisemitismus nicht lauter wird und weiter wächst, sondern dass jüdisches Leben sichtbar und hörbar wird – der Sport ist da ein sehr gutes Vehikel. Denn Sport verbindet und Sport ist neben der Schule ein zentraler Ort, an dem sich Haltungen formen. Deshalb ist es entscheidend, dass Kinder und Jugendliche auch dort lernen, was Demokratie bedeutet: Respekt, Empathie, Zusammenhalt. Wenn wir über Antisemitismusprävention im Sport sprechen, dann geht es nicht nur um einzelne Vorfälle, so schwerwiegend sie auch sind. Es geht um klare Haltung und um transparente Standards. Es darf keine Grauzonen geben, in denen antisemitische Äußerungen relativiert oder bagatellisiert werden. Antisemitismus ist keine Meinung, Antisemitismus ist menschenfeindlich, er spaltet.  Deshalb müssen wir auch den Sport als Ort stärken, an dem Fairness, Respekt und Teamgeist gelebt werden. MAKKABI Deutschland macht deutlich, wie wichtig Sichtbarkeit und Teilhabe sind – und wie sehr auch der Sport von jüdischem Leben in Deutschland geprägt ist“, sagte Bundesfamilienministerin Karin Prien.
„Was hier entstanden ist, beeindruckt mich sehr. Das Land Hessen hat den Neubau des Sport- und Funktionsgebäudes mit 500.000 Euro aus dem Sonderprogramm ‚Neubau, Erhaltung und Sicherung von Sportstätten‘ und die beiden Großspielfelder mit 200.000 Euro aus dem Programm ‚Vereinseigener Sportstättenbau‘ gefördert. Ich wünsche mir, dass der Sport an diesem Ort seine ganze Kraft entfaltet und Menschen zusammenbringt, im fairen und respektvollen Miteinander. Makkabi steht als jüdischer Sportverein für jüdisches Leben in Deutschland, das offen ist für alle, unabhängig von Herkunft und Glauben“, sagte die hessische Sportministerin Diana Stolz.
„Jüdinnen und Juden gehören zu Hessen und zu Deutschland. Wir werden alles dafür tun, dass sie sich sicher fühlen. Der Makkabi Campus in Frankfurt ist ein Ort des Austauschs und eine Chance, sich mit jüdischem Leben zu beschäftigen, denn der Verein steht allen Menschen offen. Das ist ein großartiges Angebot“, sagte der hessische Justizminister Christian Heinz.
MAKKABI CHAI!

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