Nach Jahrzehnten ohne eigene Heimat: Makkabi Frankfurt eröffnet neuen Campus
Auf 24.000 Quadratmetern entsteht die neue Heimat eines der größten Breitensportvereine Frankfurts und des größten jüdischen Sportvereins Deutschlands.
Frankfurt am Main, 12. Juni 2026 – Am Sonntag, 14. Juni 2026, eröffnet der TuS Makkabi Frankfurt e.V. seine neue Sportanlage, den Makkabi Campus, in der Wilhelm-Epstein-Straße 95 im Frankfurter Stadtteil Ginnheim. Nach mehr als vier Jahrzehnten ohne eigene sportliche Heimat erhält der Verein damit erstmals seit den 1980er Jahren wieder einen zentralen Ort für Sport, Vereinsleben und Bildungsarbeit.
Auf rund 24.000 Quadratmetern entsteht die neue Heimat des rasant wachsenden Vereins. Mit inzwischen mehr als 5.500 Mitgliedern in 28 Sportabteilungen ist Makkabi Frankfurt der größte jüdische Sportverein Deutschlands und einer der größten Breitensportvereine der Region.
„Frankfurt ist eine Stadt der Vielfalt, des Sports und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Der neue Makkabi Campus verbindet all das an einem Ort. Hier entstehen neue Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Bildung, Begegnung und gesellschaftliches Engagement. Dass der größte jüdische Sportverein Deutschlands diesen Campus in Frankfurt eröffnet, ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, sagt Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main.
Nach Jahrzehnten ohne sportliche Heimat
Seit den 1980er Jahren waren Training, Wettkämpfe und Vereinsleben auf zahlreiche Sportstätten im gesamten Frankfurter Stadtgebiet verteilt. Mit dem neuen Campus werden diese Aktivitäten erstmals wieder an einem Ort zusammengeführt.
Ein Campus für Wachstum und neue Angebote
Der neue Campus umfasst zwei Großfeld-Fußballplätze, zwei Fußballkäfige, eine Freilufthalle, drei Padelplätze, ein Parkour-Areal, einen Basketballfreiplatz sowie weitere Sport- und Bewegungsflächen. Herzstück der Anlage ist ein dreigeschossiges Mehrzweckgebäude mit Sporthalle, einem 300 Quadratmeter großen Multifunktionssportraum, acht teilbaren Kursräumen sowie 13 Umkleidekabinen und weiteren Funktionsräumen.
Die neue Infrastruktur schafft die Grundlage für das weitere Wachstum des Vereins. Jährlich nehmen etwa rund 2.000 Kinder und Jugendliche an den Feriencamps von Makkabi Frankfurt teil. Neben bestehenden Angeboten in den Bereichen Basketball, Fußball, Inline-Artistic, Krav Maga, Schach, Schwimmen, Tennis und Tischtennis werden künftig auch neue Camps und Programme für Parkour und Padel auf dem Campus stattfinden. Die zusätzlichen Flächen und Räume ermöglichen es darüber hinaus, das Angebot in den kommenden Jahren gezielt auszubauen – unter anderem mit weiteren Programmen für Frauen, inklusiven Sportangeboten und generationsübergreifenden Formaten.
Alon Meyer, Präsident des TuS Makkabi Frankfurt e.V., betont: „Dass ein Projekt dieser Größenordnung und Bedeutung hier in Frankfurt entstehen kann, ist ein starkes Zeichen für unsere Stadt. Es zeigt, wofür Frankfurt steht: für Offenheit, Vielfalt, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Für die außergewöhnliche finanzielle wie organisatorische Unterstützung der Stadt Frankfurt und ihrem Oberbürgermeister Mike Josef, der zugleich das Sportdezernat innehat, sind wir außerordentlich dankbar. Mit diesem Campus entsteht ein Ort für Sport, Bildung und Begegnung, der Menschen zusammenbringt und weit über den Sport hinaus wirken wird. Für uns als jüdischer Verein ist dies zugleich ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit einer Stadtgesellschaft, die Vielfalt als Stärke begreift und sich entschieden gegen Antisemitismus und Ausgrenzung stellt.“
Sichtbarer Ort jüdischen Lebens
Die Eröffnung des Campus hat auch eine gesellschaftliche Dimension. In einer Zeit, in der antisemitische Vorfälle und Anfeindungen in Deutschland wieder deutlich zunehmen, entsteht in Frankfurt ein sichtbarer und dauerhafter Ort jüdischen Lebens. Der Campus versteht sich dabei ausdrücklich als offener Ort – für Sportlerinnen und Sportler, Familien, Schulen, Vereine und die Stadtgesellschaft insgesamt, unabhängig von Herkunft oder Religion.
Neben dem Sport wird auf dem Campus künftig auch Bildungsarbeit stattfinden. Mit seiner Bildungsinitiative Zusammen1 verbindet der Dachverband MAKKABI Deutschland Sport, politische Bildung und Antidiskriminierungsarbeit. Von Frankfurt aus sollen künftig verstärkt Workshops, Trainings und Beratungsangebote zur Prävention von Antisemitismus im Sport umgesetzt werden. Der Campus schafft damit die Voraussetzungen, diese Arbeit langfristig zu verankern und weiter auszubauen.
Mit der Eröffnung des Makkabi Campus erhält der größte jüdische Sportverein Deutschlands erstmals seit den 1980er Jahren wieder eine feste sportliche Heimat. Zugleich entsteht in Frankfurt ein Ort, an dem Sport, Bildung und gesellschaftliches Engagement dauerhaft zusammenkommen.
Die moderne Anlage hat somit eine besondere Strahlkraft – für ein vielfältiges, den gewachsenen Ansprüchen entsprechendes Sportangebot, als Demokratiezentrum in einer der buntesten Städte Deutschlands und als Leuchtturmprojekt eines jüdisch geprägten Vereins, das es so innerhalb der weltweiten Makkabi-Bewegung kein zweites Mal gibt.
Bildmaterial steht hier zur freien redaktionellen Verwendung zum Download bereit.
| Über den Verein: Der TuS Makkabi Frankfurt e.V. gehört zu den traditionsreichsten jüdischen Sportvereinen Deutschlands und steht seit 1965 für sportliche Gemeinschaft, jüdische Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit über 5.500 Mitgliedern in mehr als 28 Abteilungen versteht sich Makkabi Frankfurt als aktiver gesellschaftlicher Akteur, der Sport mit Bildung, Demokratiearbeit und gelebter Vielfalt verbindet.
Mit dem Makkabi Campus entsteht 2026 ein europaweit einzigartiges Projekt, das Sport, Begegnung und Demokratiebildung an einem Ort vereint. Gemeinsam mit der Bildungsinitiative Zusammen1 Hessen setzt sich Makkabi Frankfurt für Antisemitismusprävention, gesellschaftliche Teilhabe und die Stärkung demokratischer Werte ein. |
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Naomi Gutfleisch | Medien & Kommunikation
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