HALTUNG IM SPORT: MAKKABÄER-EHRENPREIS 2026 IM WESERSTADION VERLIEHEN

Am Samstag, den 17. Januar 2026, wurde im Weserstadion der Makkabäer-Ehrenpreis 2026 im Rahmen des Bundesliga-Spiels zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt verliehen. Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland und Makkabi Frankfurt, überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Präsident des SV Werder Bremen, an den Freundeskreis Hersh Goldberg-Polin.

Ausgezeichnet wurde ein Engagement aus der Fanszene, das im Fußballumfeld an Hersh Goldberg-Polin erinnerte – einen israelisch-amerikanischen Fußballfan und engen Freund der Bremer Fanszene, dessen Schicksal weltweit Aufmerksamkeit erlangte. Aus einer langjährigen Fanfreundschaft zwischen dem SV Werder Bremen und Hapoel Jerusalem entwickelte sich daraus ein sichtbares solidarisches Handeln, das weit über die beteiligten Fangruppen hinauswirkte und Hershs Geschichte im internationalen Fußballumfeld bekannt machte – bis hin zu Aktionen und Zeichen der Unterstützung in Stadien auf mehreren Kontinenten.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei auch das öffentliche Eintreten von Hershs Mutter Rachel Goldberg-Polin, die mit großer Offenheit und persönlicher Ansprache in Medien, bei öffentlichen Auftritten und im Sportumfeld weltweit für ihren Sohn sprach. Ihr Auftreten machte die Geschichte für viele Menschen greifbar und wurde zu einem wichtigen Impuls für Solidarität und Mitgefühl innerhalb und außerhalb des Sports.

Der Freundeskreis steht damit für gelebte Solidarität über Vereins- und Ländergrenzen hinweg. Die Ehrung unterstreicht zugleich die besondere Rolle von Sportvereinen und ihren Fans als Gemeinschaften der Begegnung, an denen Vielfalt selbstverständlich ist und gemeinsame Werte aktiv gelebt werden.

Alon Meyer begründete die Preisverleihung mit warmen Worten:
„Der Makkabäer-Ehrenpreis zeichnet Menschen aus, die Haltung zeigen, gerade dann, wenn es unbequem wird. Der Freundeskreis Hersh steht für Solidarität, Menschlichkeit und Verantwortung, die aus der Mitte der Fanszene heraus gelebt werden. Besonders nach dem 7. Oktober war entscheidend zu sehen, wer für unsere Werte eintritt und danach handelt. Demokratie stirbt nicht durch die laute Minderheit, sondern durch das Schweigen der Mehrheit.“

BEGLEITPROGRAMM: PRÄVENTION, BILDUNG UND SENSIBILISIERUNG

Begleitend zur Preisverleihung fanden am Spieltag Gespräche zur Antisemitismusprävention und zur gesellschaftlichen Verantwortung des Sports statt. Zudem gab es ein Hintergrundgespräch mit dem Freundeskreis Hersh Goldberg-Polin zu Antisemitismus und zivilgesellschaftlichem Engagement. Darüber hinaus führte das Bildungsteam Zusammen1 von MAKKABI Deutschland einen Sensibilisierungsworkshop mit der U23 des SV Werder Bremen durch.

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