Von Charkiw nach Frankfurt – Andrey’s Weg aus der Ukraine zu Makkabi

Andrey (23) aus unserer 1. Mannschaft erzählt, wie er aus einem kleinen Dorf aus der Ukraine den Weg zu Makkabi Frankfurt fand:

Liebe Makkabi-Familie,

ich heiße Andrey und bin 23 Jahre alt. Geboren bin ich in einem kleinem Dorf mit dem Namen Lipchanovka nähe Charkiw, Ukraine. Heute möchte ich euch gerne erzählen, wie ich zu Makkabi Frankfurt kam.

In Charkiw war ich Student, habe nebenbei gearbeitet und habe regelmäßig Sport getrieben. Der Fußball war schon immer meine große Leidenschaft. Meine Eltern leben noch heute in meinem Geburtstort.

Mit Kriegsbeginn in der Ukraine verließ ich Charkiw und entschied zu meinen Eltern zu gehen um zusammen zu sein. Wir waren über eine lange Zeit von der russischen Armee besetzt. Innerhalb weniger Tage verloren wir die Verbindung zur Außenwelt. Kein Internet, kein Strom und auch das Gas wurde abgeschaltet. Nach dem wir nun über vier Monate unter solchen Bedingungen leben mussten, beschlossen wir innerhalb der Familie, dass ich fliehen muss.

Seit diesem Sommer bin ich nun in Frankfurt und erkannte nach gut einem Monat, dass mein Leben nicht mehr in Gefahr ist. Ich fühlte mich wieder frei und beschloss die Chance zu nutzen. Ich lerne jetzt die deutsche Sprache und durch einen schönen Zufall, traf ich Yan Gurevych. Yan spielt bei Makkabi Frankfurt. Er erzählte mir von dem Club und nahm mich zu einem Spiel mit. Leider haben sie das verloren. Aber was mir sofort auffiel war die Freundlichkeit der Spieler und Trainer, die mich in die Kabine eingeladen haben und mich herzlich begrüßten. Obwohl ich zu diesem Moment noch kein Wort verstand, war ich von der Ansprache von Ari zu den Spielern begeistert und wusste, dass ich hier spielen möchte.

Nun besuche ich die Trainingseinheiten und darf auch endlich aktiv für die 1. Mannschaft spielen. Ich bin dem Yan, Marlon, Peter, Ari und dem gesamten Team unendlich dankbar, dass sie mir die Chance geben mich hier zu integrieren. Sie nahmen mich trotz Sprachbarriere auf und geben mir wieder das Gefühl, dass Leben genießen zu dürfen. Ich möchte mich hier in Deutschland anpassen und mich weiter daran erinnern, dass mein Leben hier nicht mehr bedroht ist. Danke, Makkabi!

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